Bandscheibenvorfall muss nicht sein!

Bandscheibenvorfall muss nicht sein!

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Ein Bandscheibenvorfall ist keine unheilbare Krankheit!

Er lässt sich chiropraktisch behandeln und wieder in den Urzustand bringen, damit Beweglichkeit und Schmerzfreiheit wieder vorhanden sind. Da die Bandscheiben wie die „Stoßdämpfer“ unserer Wirbelsäule sind, wäre Bewegung ohne sie nicht möglich. Wenn es zum Defekt, z.B. einem Bandscheibenvorfall, kommt, wird der Körper, genauso wie ein Auto mit kaputten Stoßdämpfern, instabil und läuft nicht mehr rund.

Aber wie funktioniert eigentlich eine Bandscheibe?

Die Bandscheiben bestehen aus einem gelähnlichen Kern, der von einem knorpeligen Faserring umgeben wird. Das Problem der Bandscheiben ist, dass sie nicht von Blutgefäßen versorgt werden, sondern dass sie sich durch Sog aus dem umgebenden Körperwasser ernähren müssen. Dieser Sog entsteht durch Be- und Entlastung, was bedeutet, dass Bewegung für die Gesundheit der Bandscheiben von entscheidender Bedeutung ist. Zusätzlich wird durch eine ausreichende Trinkmenge, von mindestens 1-2 Litern pro Tag, die Austrocknung der Bandscheiben verlangsamt. Trotz ausreichend Bewegung und Wasserzufuhr kann ein Elastizitätsverlust im Alter nie ganz verhindert werden.

Und was passiert bei einem Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall ist das Heraustreten des gelartigen Kern aus dem Knorpelfaserring. Dies kann sowohl im Bereich der Hals-, Brust- wie auch der Lendenwirbelsäule auftreten. Bemerkt wird der Bandscheibenvorfall nur, wenn Schmerzen, Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Organstörungen auftreten. Diese Störungen treten nur dann auf, wenn der Bandscheibenvorfall auf einen Nerv, oder auch auf das Rückenmark drückt.

Nachfolgend sind die 3 Bereiche der Wirbelsäule separat aufgeführt und die häufigsten Beschwerden kurz erklärt.

Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule:

Bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule sind fast immer die unteren Bandscheiben der Wirbel 5-7 betroffen. Dies wird meist durch eine Steilstellung ausgelöst, die häufig durch Unfälle, Stürze oder Schleudertraumen verursacht werden, und sich über die Jahre verstärken. Auftretende Symptome bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule können sein:

Schmerzen und Bewegungsstörungen im Nacken, Augen- und Ohrenprobleme, Gesichtslähmung, Kopfschmerzen, Migräne, Schmerzen und Störungen von Schultern, Armen und Hand (Karpaltunnelsyndrom, Taubheit der Finger, Tennisellenbogen, Frozen Schulter).

Bandscheibenvorfall in der Brustwirbelsäule:

Bandscheibenvorfälle der Brustwirbelsäule kommen relativ selten vor, da die Wirbelsäule in diesem Bereich durch den Brustkorb relativ unbeweglich und dadurch geschützter ist. Ursachen hierfür sind vor allem einseitige und schwere Belastungen des Oberkörpers sowie Stürze und Unfälle. Auftretende Symptome bei einem Bandscheibenvorfall der Brustwirbelsäule können sein:

Schmerzen im Brust- und Rippenbereich sowie der Organe in diesem Bereich (Herz, Lunge, Bronchien wie auch Magen, Leber und Galle).

Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule:

Die Lendenwirbelsäule ist am häufigsten von einem Bandscheibenvorfall betroffen, da diese aufgrund ihrer Beweglichkeit und der Belastung durch den Oberkörper anfällig ist. Meist betrifft er die Wirbel 4 und 5 und wird durch einen Beckenschiefstand, den viele Patienten haben, begünstigt. Interessant zu wissen ist auch, dass ein Hexenschuss ein Vorläufer für einen Bandscheibenvorfall sein kann. Auftretende Symptome bei einem Bandscheibenvorfall der Lendenwirbelsäule können sein:

Darm- und Blasenstörungen, Potenzstörungen, Bewegungs- und Gefühlsstörungen vom unteren Rücken über das Becken bis zu den Zehen, sowie Schmerzen in all diesen Bereichen.

Wie wird der Bandscheibenvorfall eigentlich behandelt?

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls beschränkt sich in der Schulmedizin auf die Gabe oder Injektion von Schmerzmittel sowie Physiotherapie. Wenn dadurch keine Besserung erzielt wird, wird meist sehr schnell operiert, was keine Besserung garantiert und die eigentliche Ursache nicht beseitigt. In der Chiropraktik ist es wichtig Operationen zu vermeiden. Die Grundlage der Behandlung eines Bandscheibenvorfalls ist es, die Ursache ausfindig zu machen, was nur mit Röntgenbildern, CT- oder MRT-Aufnahmen möglich ist. Das Hauptaugenmerk der Behandlung liegt darin, dem Körper die Spannungen zu nehmen und wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der Bereich des Bandscheibenvorfalls wird speziell durch Entlastungjustierungen und -dehnungen therapiert. Das bedeutet, dass der oder die Wirbel, die verschoben, gedreht oder gekippt sind, wieder in die ursprüngliche Position zurückgebracht werden. Die chiropraktische Behandlung eines Bandscheibenvorfalls kann bis zu 20 Behandlungen dauern, in manchen schwerwiegenden Fällen auch länger.

Wie vermeide ich einen Bandscheibenvorfall?

Am besten ist es natürlich, wenn es erst gar nicht zu einem Bandscheibenvorfall kommt. Wie oben schon beschrieben, helfen Bewegung und viel Flüssigkeit, um den Elastizitätsverlust der Bandscheibe zu verlangsamen. Wenn man dann auch noch vorsorglich zum Chiropraktiker geht und das Skelett dadurch ausgeglichen hält, ist das die beste Vorbeugung, um einen Bandscheibenvorfall zu vermeiden.

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