Der Blutdruck aus chiropraktischer Sicht

Der Blutdruck aus chiropraktischer Sicht

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Der Blutdruck ist für viele Menschen ein Übel, das sie bei Bekanntwerden ein Leben lang nicht mehr los lässt. Wir möchten ein wenig dazu beitragen die Entstehung, Bedeutung, sowie Unstimmigkeiten des Blutdrucks besser zu verstehen.

Zur Erklärung des Blutdruck:

Der Blutdruck entsteht durch den Auswurf des Blutes aus dem Herzen in die Arterien. Der Druck der dabei vom Herzen aufgebracht wird ist der erste und höhere Wert der Blutdruckmessung. Der zweite niedrigere Wert ist der Gewebedruck gegen die Arterien. Das Gewicht unseres Gehirns beträgt maximal  2% unseres Körpergewichtes. Es verbraucht jedoch 20-25% unseres gesamten Sauerstoff- und Nährstoffbedarfs. Das heißt, unser Gehirn ist am meisten von der Blutzufuhr abhängig. Auf Grund dessen sind nur in den gehirnzuführenden Arterien Blutdruckfühler enthalten. Kommen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe an wird sofort der Druck erhöht.

Von Bluthochdruck (Hypertonie) wird ab einen Messwert von 140/90mmHg (Messeinheit für den Blutdruck) gesprochen. Für die Erhöhung kann es viele Ursachen geben, z.B. durch

  • Gefäßablagerungen bzw. –verkalkung,
  • Fettleibigkeit,
  • hormonelle Störungen,
  • Erkrankung der Nieren,
  • Schilddrüsenüberfunktion,
  • Schwangerschaft,
  • medikamentös z.B. durch Cortison, psychopharmaka, Schilddrüsenhormone, Pille, uvm.
  • nerval z.B. erhöhter Hirndruck, erhöhter Sympatikotonus
  • Aortenklappenisuffizienz oder Gefäßmissbildungen.

In der Schulmedizin ist es leider viel zu oft der Fall, dass auf die einzelnen Ursachen kaum eingegangen wird. Die Standardbehandlung ist die Gabe von Blutdrucksenkern. Diese wirken z.B.

  • Entwässernd, damit die Blutflüssigkeitsmenge abnimmt und Gefäßwanderweiternd, zur Druckminderung durch mehr Arterienvolumen (Diuretika, oft auch in Kombipräparaten)
  • Blockieren blutdrucksteigernde Stresshormone (Beta-Blocker)
  • Muskelentspannend (Herzmuskel) und Herzschlagverlangsamend (Kalzium-Antagonisten)
  • Blockieren das Hormon zur Gefäßverengung (ACE-Hemmer)

Warum kann sich der Blutdruck nach chiopraktischer Behandlung verbessern?

In meiner Praxis habe ich schon sehr häufig erlebt, dass sich nach der Behandlung des Atlas (1. Halswirbel) der Bluthochdruck wesentlich verbessert hat.

Es gibt 4 Arterien, die unser Gehirn mit Blut versorgen. Das sind die Arterie carotis (vordere Hirnarterie) und die Arterie vertebralis (hintere Hirnarterie) die jeweils rechts und links verlaufen. Diese 4 Arterien müssen sich um den Atlas „schlängeln“, um durch das Foramen magnum (Hinterhauptsloch) zum Gehirn zu gelangen. Sollte sich nun der Atlas verschieben, verdrehen oder kippen, kann eine oder mehrere dieser Arterien eingeengt werden. Somit ist die Blutzufuhr zum Gehirn eingeschränkt. Dadurch kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen, wie z.B.

  • Bluthochdruck,
  • Blutdruckschwankungen,
  • Kopfschmerzen,
  • Migräne,
  • Schwindel,
  • ständige Müdigkeit,
  • schnelle Erschöpfbarkeit,
  • Konzentrationsstörungen,
  • Sehbeeinträchtigungen,
  • Schlafstörungen.

Unser Körper versucht sich nun selbst zu helfen. Aufgrund dessen erhöht er den Blutdruck, damit die Versorgung des Gehirns wieder gewährleistet ist.

Wenn nun die Ursache für den erhöhten Blutdruck, oder eine der anderen oben genannten Beschwerden, in der Fehlstellung des Atlas liegt, wäre es sinnvoll, den Atlas kontrollieren zu lassen und ggf. zu korregieren.

Eine Antwort

  1. Franz Xaver Eisenreiter
    | Antworten

    Sepp ä super Beitrag Danke.

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