Informationen zur Chiropraktik!

Was ist Chiropraktik?

Wörtlich übersetzt bedeutet Chiropraktik Handarbeit (Chiro = Hand und Praktik = Arbeit). Fachlich bedeutet es subluxierte, also verschobene, verdrehte oder gekippte, Wirbelkörper oder Gelenkbereiche wieder in die ursprüngliche Position zu bringen. Somit wird durch Chiropraktik der Druck von den Nerven genommen oder die Anspannung der Muskulatur gelöst.

Wirbelsäulenmodell von Chiropraktiker Sepp Rauscher

Die Wirbelsäule und ihre Funktion

Die Anatomie der Wirbelsäule ist ein perfekt aufeinander abgestimmtes System. Zum einen ermöglicht es uns Bewegung, zum anderen stellt es den Verbindungsweg der Nervensysteme dar. Die Wirbelsäule besteht aus Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule, sowie dem Kreuz- und Steißbein. Zwischen den Wirbeln liegen die Zwischenwirbellöcher. Durch diese führen Nerven hindurch, die sich vom Rückenmark aus zu den umliegenden Organen verzweigen.


Was passiert, wenn die Funktion der Wirbelsäule gestört ist?

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie eine Funktionsstörung auftreten kann. Zum einen durch eine plötzliche, meist schmerzhafte Subluxation wie z.B. durch eine falsche Bewegung, durch einen Sturz oder einen Unfall. Zum anderen kann es durch Fehlstellungen oder Fehlhaltungen dazu kommen, dass der Körper sich ausgleichen will und sich somit über einen längeren Zeitraum (Monate bis Jahre) selbst subluxiert. Als Symptome treten meist Schmerzen auf, es kann aber auch zu Taubheitsgefühlen, Kribbeln, Schwindel, Übelkeit oder Organstörungen kommen. Ebenso ist es möglich, dass sich emotionale Blockaden festigen. Ursache für diese Symptome sind die Nerven, die das betreffende Gebiet versorgen. Wird der Nerv durch einen verschobenen, verdrehten oder gekippten Wirbel eingeengt, ist die Reizweiterleitung nicht mehr vollständig gegeben und es kommt zu den oben genannten Symptomen.


So arbeitet der Chiropraktiker

Zu Beginn erfragt der Chiropraktiker die Krankengeschichte und die aktuellen Beschwerden des Patienten. Dabei ist es häufig von Vorteil, wenn bereits Röntgenaufnahmen, CT oder MRT der betroffenen Körperteile vorhanden sind. Im Anschluss an die Anamnese werden Dreh- und Bewegungseinschränkungen lokalisiert. Durch das erstellte Diagnosebild kann der Chiropraktiker die nötigen Justierungen oder Rückabwicklungen von Knochenfehlstellungen vornehmen. Dies erfolgt durch sanften Druck auf die betroffenen Areale oder durch die Zuhilfenahme spezieller Chiropraktik-Hilfsmittel, wie Keile oder dem ArthroStim. Dadurch entsteht eine Druckentlastung auf Nerven, Muskeln und Bänder. Die Ausgleichsspannung, die durch die Subluxationen entstanden ist, wird somit gelöst. Oft spüren die Patienen eine sofortige Besserung nach der chiropraktischen Behandlung. In manchen Fällen kommt es zu einer Rückspulreaktion, d.h. dass eine Erstverschlechterung einsetzt, bevor die tatsächliche Besserung eintritt.


Behandlungsfrequenz

Bei ganz akuten Schmerzfällen, wie z.B. Bandscheibenvorfall oder Hexenschuss, kann eine Bahandlung mit Chiropraktik täglich erforderlich sein. Bei Besserung der Beschwerden oder bei weniger ausgeprägten Schmerzfällen ist die Behandlungsfrequenz niedriger zu wählen. Nach Abklingen der Symptome sollten noch 2 - 3 Nachbehandlungen beim Chiropraktiker in einem ein- bis zweiwöchigen Turnus erfolgen.


Vorsorge

Chiropraktik zur Vorsorge ist immer eine gute Idee, denn dadurch kommt es oftmals gar nicht erst zu akuten Schmerzfällen. Zur Erhaltung der Rückengesundheit sollte alle 2 - 3 Monate eine chiropraktische Kontrolle erfolgen. Kinder und Jugendliche sollten 1 - 2-mal jährlich eine Wirbelsäulenuntersuchung und falls nötig eine chiropraktische Behandlung erhalten.

 

Chiropraktiker Sepp Rauscher: Fit durch Vorsorge

Für wen ist Chiropraktik geeignet?

Der Chiropraktiker behandelt Patienten aller Altersklassen mit Problemen an ihrem Bewegungssystem.

  • Babys:
    z.B. nach Geburtstrauma (Zangengeburt etc.), Schreibabys, Babys mit Schiefhals oder Dreh- und Bewegungsstörungen des Kopfes, Babys die schlecht trinken, Blähungen oder Verdauungsprobleme haben, usw.
  • Kinder und Jugendliche:
    z.B. bei Sportlern (v.a. nach Verletzungen und Stürzen), bei Konzentrations- und Lernschwächen, Kopfschmerzen, Migräne, Skoliose, Haltungsstörungen, Stauchung der Wirbelsäule durch zu schwere Schultasche usw.
  • Erwachsene:
    z.B. bei Haltungsstörungen, Schmerzen am gesamten Skelett- und Bewegungsapparat (z.B. Karpaltunnelsyndrom, Tennisellenbogen, Kopfschmerzen, Bandscheibenvorfälle, Hüft- und Knieschmerzen, usw.), Sportler (v.a. nach Verletzungen und Stürzen), bei Kinderwunsch, Rückenschmerzen und Ischialgie in der Schwangerschaft, usw.
  • Bei bereits operierten Patienten:
    Oftmals kann eine Ursachenbehandlung mit sanfter Chiropraktik noch eine Besserung erzielten, z.B. bei Bandscheiben-, Hüft- oder Knie-OP, usw.

Auch Alten Menschen kann die Chiropraktik helfend zur Seite stehen, soweit das körpereigene Regulationssystem des Patienten dies zulässt. Ein erfahrener Chiropraktiker kann bereits nach der ersten Untersuchung eine realistische Heilungschance beurteilen.