Karpaltunnelsyndrom muss nicht sein!

Karpaltunnelsyndrom muss nicht sein!

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Eingeschlafene Hände oder Finger (Karpaltunnelsyndrom) hatte jeder schon mal. Viele leiden allerdings fast täglich darunter, vor allem in Ruhe oder beim Schlafen. Schulmedizinisch wird bei diesen Problemen nur wenig gemacht, vor allem die Ursache wird außer Acht gelassen. Der Chiropraktiker behandelt den Auslöser und hilft dem Körper zu regenerieren.

 

Wie entstehen die Missempfindungen?

Häufig wird davon ausgegangen, dass ein Einschlafen der Hände durch Druck auf die Arterien entsteht, da dann die Blutversorgung eingeschränkt wird. Das ist aber nur äußerst selten der Grund. In den meisten Fällen sind die Nerven im Hals-Nackenbereich die Ursache. Meistens entstehen durch Stürze, Schläge, Unfälle oder Traumen, die auf den Nacken einwirken, Veränderungen der unteren Hals- und der oberen Brustwirbelsäule. Durch diese Stauchung der HWS entsteht über längere Zeit eine Begradigung oder sogar eine nach hinten gebogene Halswirbelsäule. Das verursacht einen stärkeren Druck an der Vorderseite der Bandscheibe und es entwickeln sich Bandscheibenvorwölbungen bzw. -vorfälle. Dadurch wird die Reizweiterleitung der Nerven zum Arm und der Hand meist einseitig, gelegentlich aber auch beidseitig, eingeschränkt, was zur Unterversorgung der betroffenen Muskulatur führt. Daraus entstehen die verschiedenen Missempfindungen, die sich z. B. als Taubheit, Pelzigkeit, Gefühllosigkeit, Steifigkeit, Kribbeln (Ameisenlaufen), Kraftlosigkeit, kalte Hände und Finger oder Schmerzen in Fingern und Handgelenk auswirken können.

 

 

Wie wird ein Karpaltunnelsyndrom behandelt?

Der Neurologe untersucht den Patienten und misst zusätzlich die Nervenleitgeschwindigkeit des Medianusnervs, um festzustellen ob eine Verlangsamung der Reizweiterleitung vorliegt. Als erste Maßnahme wird in den meisten Fällen eine Handgelenksschiene zur Ruhigstellung für die Nacht verordnet. Bei Verdacht auf eine Entzündung wird zusätzlich ein entzündungshemmendes Medikament für einen kurzen Zeitraum verschrieben. Hilft dies alles nicht, erfolgt die Überweisung zur Operation bei der das Ringband des Karpaltunnels durchtrennt wird um den Druck im Handgelenk zu verringern und den Nerv zu entlasten. In manchen Fällen ist es jedoch möglich, dass die Probleme nach der Operation wieder auftreten. Dies kann zu einer Folgeoperation führen.

 

Um eine OP zu vermeiden und sicher zu stellen, dass die Beschwerden nicht von der Halswirbelsäule ausgehen, sondern die Ursache wirklich im Handgelenk liegt, ist es ratsam, ein MRT der HWS machen zu lassen.

 

Der Chiropraktiker befreit in erster Linie die Nerven, damit die volle Leistung wieder bei den Muskeln und Organen ankommt. Dafür behandelt er beim Karpaltunnelsyndrom vor allem den Übergang von der Brust- zur Halswirbelsäule um den deformierten Wirbelsäulenbereich wieder in die richtige Ausgangslage (Lordose der HWS) zurück zu bringen. Dadurch werden die Bandscheiben wieder auf der vollen Fläche belastet und geben keinen Druck mehr nach hinten auf die Nerven ab. Sollte zusätzlich eine seitliche Kippung oder Drehung eines oder mehrerer Halswirbel vorliegen, werden diese wieder in die ausgeglichene und gerade Position gebracht. Anschließend wird eine Dehnung der oberen BWS und unteren HWS durchgeführt, um eventuell vorliegende Bandscheibenvorwölbungen oder -vorfälle durch die Zug- bzw. Sogwirkung umzukehren. In unserer Praxis wird zusätzlich an der HWS und am Handgelenk mit einem speziellen Gerät zur Nervenaktivierung sowie dem Abbau von Nervenleitungswiederständen gearbeitet.

 

Daher der Hinweis an alle: bei Nervenstörungen wie dem Karpaltunnelsyndrom erst einmal zum Chiropraktiker, denn dieser behandelt die Ursache und nicht das Symptom!

 

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